Worauf muss ich achten
Quelle: WB 2006
Wenn Du Dich bei Terminen vorstellst, beachte einige grundlegende
Ratschläge. Trage so wenig Make up wie möglich, die Kunden
wollen eine natürliche Person sehen. Achte aber auf gepflegte
Haare und Fingernägel. Versuche nicht, eine Diva zu spielen oder
zu elegant sein zu wollen. Sei nett und freundlich, aber versuche nicht
künstlich anbiedernd zu sein.
Du beeindruckst Dein Gegenüber mehr, wenn Du selbstbewusst
den Eindruck vermittelst, dass ob Du den Job zwar gerne ausüben
möchtest, aber nicht um jeden Preis. Es gibt wahrscheinlich keine
andere Branche, in der sich so viele „schwarze Schafe“
herumtreiben und wichtig machen. Deshalb glaube nie jemanden, egal was
man verspricht oder was man vorgibt zu haben und für Dich tun zu
kann. Überprüfe die Angaben der Person, schaue im Internet
oder im Branchenbuch nach, ob es die Firma gibt, erkundige Dich nach
Referenzen, lass Dir Arbeiten vorlegen.
Weiters solltest Du vorsichtig sein, wenn Du etwas unterschreiben
sollst. Erkundige Dich im Internet in Foren oder frage Deine Eltern,
bevor Du irgendeine Unterschrift leistest oder etwas bezahlst. Mache
prinzipiell nichts, was Dir unangenehm ist oder wobei Du Dich nicht
wohl fühlst. Es ist zum Beispiel nie nötig, Aktfotos von Dir
machen zu lassen, außer Du willst es. Es ist sicher schwer, die
richtigen Entscheidungen zu treffen, zum Beispiel wann und bei wem soll
ich Fotos machen, wie viel soll man dafür ausgeben, oder in
welcher Agentur bin ich gut aufgehoben, usw.
Deshalb immer vorsichtig sein, niemanden trauen, alles doppelt
überprüfen und alle Entscheidungen zweimal überdenken
und sich Rat holen.
Eine gute Agentur, die Dich in Ihr Programm aufnimmt, wird kein Geld
für irgendwelche Dienstleistungen verlangen. Die Agentur nimmt
nicht jeden, sondern nur Models, die zu deren Konzept passen, unter
Vertrag. Sie tritt für Dich in Vorleistung und bezahlt praktisch
als Vorschuss die anfallenden Kosten.
Die Agentur glaubt an Dich und verdient nur etwas, wenn sie für
Dich Aufträge an Land ziehen kann. Allerdings werden diese
Vorkosten dann von den ersten Honoraren abgezogen. Hier bitte vorher
genau definieren, wie viel was kostet und wann es abgezogen wird.
Im Gegensatz dazu wird eine Abzocker-Agentur versuchen, Geld von Dir zu
bekommen für Vertragsgebühren, Fotos, Sedcards, Modelkurse,
Schminkkurse, usw..
Hier wird jeder in die Kartei aufgenommen und jede Menge Erfolg
versprochen, wenn man nur oben genannte Dienstleistungen bei Ihnen in
Anspruch nimmt.
Quelle: WB 2006
Der Weg zum Top Model
Der Traum vom Top Model erfüllt sich nur für die Wenigsten.
Nur in absoluten Ausnahmefällen wird jemand entdeckt und ist kurze
Zeit später auf den Hochglanzmagazinen zu finden. Normalerweise
kommen Top Models durch harte Arbeit, große Disziplin und
Durchhaltevermögen an die Spitze. Es muss aber nicht immer die
Spitze das Ziel sein.
Vielleicht reicht es Dir, einfach Dein normales Einkommen mit Deinem
Körper und Deiner Ausstrahlung zu verdienen, indem Du für
kleinere Zeitungen arbeitest oder Firmen als Hostess auf Messen
vertrittst.
Hostess:
Das Wort Hostess ist in manchen Sprachgebrauch mit abwertenden Gedanken
verbunden. Richtigerweise bedeutet Hostess etwa Begleitung, d.h. ein
Projekt, eine Dienstleistung begleiten, das Image einer Firma
vertreten, usw. Diese Dienstleistung kann auf Messen, Kongressen,
Seminaren und Veranstaltungen jeder Art stattfinden.
Der Aufgabenbereich ist vielfältig und reicht vom Zettelverteilen
über Produkt- und Firmenauskünften bis zur Tätigkeit der
einfachen Anwesenheit. Für angehende Models ist das eine
gute Gelegenheit zu sehen, ob sie sich in der Öffentlichkeit als
Vorzeigeperson wohlfühlen, ob sie genug Selbstvertrauen haben im
„Rampenlicht“ zu stehen.
Agenturen und Firmen können bei diesen relativ einfachen
Tätigkeiten der Models erkennen, wer sich für höhere
Aufgaben, wie Kampagnen, Werbespots, Catwalk, usw. empfiehlt. Hier
können sie prüfen, ob die Models über genügend
Ausdauer, Selbstbewusstsein, Disziplin verfügen, um die
Anforderungen für andere Tätigkeiten im Fashionbereich
bestehen zu können.
Zeitungen:
Der nächste Sprung ist dann das Präsentsein in
Tageszeitungen, Regionalzeitungen als optischer Aufputz für
Berichte oder Produkte. Hier kann man Erfahrungen sammeln in der
Zusammenarbeit mit Redaktionen und noch wichtiger das richtige
Verhalten und das Posieren bei Fotoshootings.
Hier setzt Du dich durch, wenn Du nicht hochnäsig, arrogant bist.
Achte auf Pünktlichkeit, sieh zu, dass Du auch kurzfristig
erreichbar bist und sei nicht wählerisch, es spielt jetzt
überhaupt keine Rolle, ob Du mit Äpfel oder Birnen posierst,
wichtig sind die Erfahrungen die Du sammelst und dass Du dich als
Verlässlicher Partner erweist.
In Folge wirst Du dann keine Fotos mit Äpfel oder Birnen machen,
sondern erst einmal Model für Autohäuser, usw. sein, und Du
wirst bei kleinen aber professionellen Modeschauen als Model mitwirken.
Marketing:
Hier solltest Du schon über Kontakte zu Agenturen
verfügen und auch schon entsprechendes Fotomaterial vorweisen
können. Firmen und Institutionen vergeben das Marketing an
Werbeagenturen. Diese Werbeagenturen entscheiden dann je nach Produkt
und Kampagne unter anderem auch, welche Models für die diversen
Aufträge genommen werden.
Dabei greifen die Werbeagenturen auf Modelagenturen, freie
Models, Fotografen zurück. Es wird Bildmaterial vorgelegt, man
trifft eine erste Vorauswahl, aus der dann bei einem persönlichen
Kontakt die gewünschten Models gebucht werden.
Fashionmodel:
In dieser Ebene hat man es als Model eigentlich schon geschafft. Hier
kennt man Dich in der Modebranche, Du arbeitest für große
Kampagnen, führst die neuesten Kreationen der Top Designer vor und
Dein Gesicht wird in den Hochglanzmagazinen zu sehen sein. Doch auch
hier zählt Disziplin, Pünktlichkeit, Verlässlichkeit,
Fleiß und ein positives Image um an der Spitze zu
bleiben.
Quelle: WB 2006
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