Hautalterung betrifft jeden. Den eine früher, den anderen
später. Was genau geschieht mit der Haut und welche Faktoren führen
zur Hautalterung.
Ein Beitrag von Dr. med. Werner Voss, Geschäftsführer Dermatest GmbH
Zusammenfassung:
Bereits mit Mitte zwanzig können erste Alterszeichen auftreten. Ab Ende
zwanzig jedoch nimmt die Geschwindigkeit der Zellteilung stetig ab. Um das
vierzigste Lebensjahr beginnt der „Reifprozess“, die Haut wird
empfindlicher und verletzlicher.
Während unseres Lebens ändern sich Zustand und Beschaffenheit der
Haut ständig. Ist die Haut in der Kindheit meist feinporig und zart,
während der Pubertät tendenziell eher fettig, im jungen
Erwachsenenalter – je nach Anlagen – trocken, ölig oder vom
Mischtyp, so wird die Haut im Alter stets trockener und
„anspruchsvoller“. Die natürlichen Alterungsprozesse lassen
irgendwann jede Haut zur anspruchsvollen reifen bzw. atrophischen Haut werden.
Wann jedoch der Alterungsprozess so stark einsetzt, dass die Haut sehr viel
pflegebedürftiger, trockener und empfindlicher wird, hängt von
verschiedenen Faktoren ab.
Erste Alterszeichen können an der Haut schon ab Mitte Zwanzig auftreten.
Die Geschwindigkeit der Alterungsvorgänge ist aber von Mensch zu Mensch
sehr unterschiedlich. Es ist nur so, dass von allen Alterserscheinungen des
Organismus die Vorgänge an der Haut besonders früh und deutlich
sichtbar werden.
Ab Ende zwanzig nimmt die Geschwindigkeit der Zellteilung ab. Die
Erneuerungsfähigkeit der Hautzellen lässt nach. Die Haut wird dann
zunehmend dünner, rote Äderchen können vermehrt durchschimmern,
der Feuchtigkeitsgehalt der Haut nimmt signifikant ab. Die Haut verliert an
Elastizität, erste Fältchen treten um die Augen und um die Mundpartie
auf. Insgesamt wird die Durchblutung der Haut und
damit auch die Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen schlechter.
Wenn sich der Organismus dem vierzigsten Lebensjahr nähert, beginnt der
„Reifeprozess“ der Haut. Je nach Lebensweise werden jetzt schon tiefe
Falten und eine ausgedehnte Fältelung sichtbar, bedingt durch massive
Veränderungen im Bindegewebe. Das Hautrelief ist meistens insgesamt
gröber, die Poren größer. Zudem wird die Haut trockener, denn
die Talgdrüsen produzieren mit zunehmenden Alter
immer weniger Fett. Ebenso nimmt die Fähigkeit der Haut ab, Feuchtigkeit
zu binden. Die trockene Haut wird zur „empfindlichen Haut“: sie
neigt zu Spannungsgefühl, Rötungen und Juckreiz. Diese Haut ist ganz
wesentlich verletzlicher als jugendliche Haut.
Durch die hormonellen Umstellungen während der Menopause kommt es bei den
Frauen zu zahlreichen Veränderungen im weiblichen Körper, die sich
auch auf die Haut und die Haare auswirken. Die Haut verliert an Spannkraft, die
Frauen bekommen vermehrt einen androgenetischen
Haarausfall. Schuld an diesen Beschwerden ist ein Abfall des
Östrogen-Spiegels. Während der sog. Wechseljahre kommen Frauen
dadurch zwangsläufig in einen hormonellen Mangelzustand. Schon kurz nach
Beginn des Klimakteriums nimmt die Hautdicke ab, die Durchblutung wird
schlechter, die Haut erscheint blasser und fahler. Bei Frauen sind diese Veränderung erforscht und belegt. Für
die spezifischen Veränderungen in der männlichen Haut fehlen einfach
die Daten.
Faktoren der Hautalterung
· Genetische Disposition
· Lebensstil (Ernährung)
· Drogen und Umwelteinflüsse
· Wetter- u. Sonnenexposition (UV, Ozon, Infrarot)
Klinik der Hautalterung
· Die Haut wird faltiger (Elastin,
Kollagen hat in der Säuglingshaut noch 20% Gewichtsanteil, im hohen Alter
nur noch 0,2-0,5%! )
· Die Haut wird dünner und verletzlicher
· Atrophie der Hautanhangsgebilde (Talgdrüsen, Haarfollikel)
· Die Lichtalterung verstärkt die Effekte
· Präkanzeröse und kanzeröse Hautveränderungen nehmen zu
· Die feinen Blutkapillaren werden ausgedünnt, dadurch verliert die
rosige Farbe der Jugendzeit
· Die Abwehr gegen eingedrungene Bakterien lässt nach